Mittlerweile sind wir nach unserem 14 Tage Roadtrip mit Baby in Kalifornien wieder gesund und sicher aus den USA nach München zurück gekehrt. Ein 11,5 Stunden Non-Stop Flug von San Francisco in die bayerische Landeshauptstadt besiegelte das Ende unserer Reise. Nach dem wir eine Woche Zeit hatten die zahlreichen Eindrücke zu verarbeiten ist es an der Zeit die Highlights aufzuschreiben. Viel Spaß beim Lesen!

Inhalt

Los Angeles:
Walk of Fame und Santa Monica Beach

Von Orange County kommend haben wir uns durch den Strassen- und Verkehrsmoloch von LA bis nach Hollywood durchgekämpft. Geparkt in einer Seitenstrasse liefen wir den Hollywood Boulevard bis zum TCL Chinese Theater entlang. Von einem Shopping Center ganz in der Nähe eröffnet sich einem ein unverstellter Blick in die Hollywood Hills, wo man die berühmten weißen „H O L L Y W O O D“ Schilder sehen kann. Wer jetzt nicht die Kamera zum Selfie zückt ist selber schuld.

Ausser, dass er ein must have auf jeder LA Checkliste ist, gibt es aus meiner Sicht nicht viel mehr zum Walk of Fame zu sagen. Die ganze Strecke wird touristisch ausgeschlachtet, bis zum geht nicht mehr. Es ist ist laut, stinkt und kommt einem zeitweilen wie in einem schlechten Bahnhofsviertel, mit zahlreichen Schmuddelläden, vor.

Wie in jedem Reiseführer empfohlen haben wir dann den Sunset Boulevard eingeschlagen und sind ihm bis zur Pazifikküste gefolgt. Man durchquert dabei zahlreiche bekannte Viertel, wie Beverly Hills und Bel Air. Wer glaubt Promis anzutreffen wird enttäuscht. Die Villen der Reichen und Schönen verbergen sich hinter meterhohen Zäunen und Hecken. Die Einfahrten sind oft so lange und verwinkelt, dass man von den Gebäuden nur das Dach sieht. Bis auf eine Zunahme an teuren Autos mit abgedunkelten Scheiben bleibt einem diese Welt verborgen.

Nach einer schier endlosen Fahrt durch die Hügel am Rande von Los Angeles erreicht man am Ende des Santa Ynez Canyons den Pacific Coast Highway – und ja, man könnte auch schon früher in Richtung Santa Monica abbiegen. Jedenfalls haben wir schlussendlich den Santa Monica Pier erreicht, wo wir direkt am Pier auf einem großen öffentlichen Parkplatz gehalten haben.

Am Santa Monica Pier

Auf einmal kommt man sich vor, wie im Film. Die weißen Häuschen der Rettungsschwimmer und der Pier erinnern schon sehr an Baywatch. Auch wenn der recht starke Wind und die eher kühle Temperatur nicht viele Strandbesucher angelockt haben. Zumindest konnte man am Abend am „Original Muscle Beach“, der Geburtsstätte der weltweiten Bodybuilding Bewegung, einigen gut trainierten Frauen und Männern bei ihren zeremoniellen Übungen zusehen.

Der Weg zum Motel am Abend war wohl Los Angeles pur. Auf dem Santa Monica Freeway / Highway No. 1 / Interstate 10 ging es siebenspurig zeitweise Stop and Go durch den Großstadtdschungel.

Oxnard Beach Park:
Familienfreundliche Parks in Kalifornien

Der Oxnard Beach Park steht nur für einen der vielen State, bzw. Recreational Parks, die wir in Kalifornien gefunden und genossen haben.

Quelle: Google Earth Screenshot

Entweder inmitten von Vorstadtsiedlungen, wie „The Gardens at Heather Farm„, in Walnut Creek, an wunderschönen Aussichtspunkten, wie „Point Lobos State Natural Reserve“, in Carmel-by-the-Sea, oder eben in Oxnard finden sich Parks, die zumeist sehr gut gepflegt und sehr sauber sind. Viele von ihnen haben hochwertige und teure Spielplätze, feste Grillplätze und überdachte Sitzgruppen, die zu Feiern gemietet werden können. Wir waren am Wochenende in Oxnard wo zahlreiche Familien und Vereine Geburtstage und andere Feste gefeiert haben. Nach einem kurzen Weg durch die Dünen eröffnet sich einem ein schöner, sandiger Strand, der sich schier endlos in beide Richtungen zu erstrecken scheint.

Hier könnte sich selbst unsere wunderschöne Heimat Bayern noch das ein oder andere was Gestaltung, Spielmöglichkeiten und Sauberkeit der öffentlichen Anlagen angeht, abschneiden.

Und: Z.B. in Heather Farm gab es auf dem Spielplatz sogar kostenloses WLAN!!! Der Hammer, wenn man bedenkt, dass man darauf selbst in den meisten deutschen Innenstädten verzichten muss.

Auf dem Cabrillo Highway:
Seelöwen in San Simeon

Nach einer Nacht in Morro Bay ging unser schönster Tagestrip, entlang der Pazifikküste, los. Recht nahe lag Hearst Castle, das wir allerdings nur aus der Ferne gesehen habe. Vom Visitor Center müsste man 25.- $ pro Person bezahlen, um mit einem Bus Shuttle zum eigentlichen Schloss gefahren zu werden. Strange, wenn man bedenkt, dass wir in Bayern Schlösser wie Sand am Meer haben, die man kostenlos besichtigen kann.

Also entschieden wir uns zur Weiterfahrt auf dem Highway No. 1, nur um kurze Zeit später etwas viel interessanteres zu sehen, als das was vom Menschen geschaffen wurde: Da die Strasse so nahe am Meer verläuft, kann man in der Nähe von San Simeon eine Seeelefanten Kolonie beobachten. Beinahe 100 von den Prachtexemplaren lagen dicht gedrängt am Strand und ließen sich von Wind und Wellen umspülen.

Seeelefanten bei San Simeon

Im weiteren Verlauf schlängelt sich der Highway entlang der Pazifikküste und bietet zum Teil atemberaubenden Ausblick in eine steinige und felsige Küstenlandschaft. Nach einer schier endlosen Fahrt durch Berg und Tal, Serpentinen und teils nur im Schritttempo erreicht man bei Big Sur eine waldige Gegend. Das erste Mal üppige Vegetation in Kalifornien, nachdem man zuvor durch recht karge, trockene und wenig bewachsene Gegenden gefahren ist.

Bei Notleys Landing lädt das Rocky Point Restaurant zum Essen, hoch gelegen auf einer Klippe und mit tollem Ausblick auf die Küste. Weiter im Süden liegt noch vor Big Sur das amerikanische Restaurant Nepenthe, das ebenfalls wegen seiner Aussicht berühmt ist.

Monterey Halbinsel und Carmel-by-the-Sea

Neben San Francisco hat uns die Monterey Halbinsel sehr gut gefallen. Dort gibt es einige sehr schöne Naturparks und Aussichtspunkte, der kleine Hafen von Monterey lädt zu Waltouren auf dem offenen Meer ein und es gibt zahlreiche Shoppingmöglichkeiten. So kann man entweder das Del Shopping Center aufsuchen oder durch kleine Läden und Boutiquen in Carmel schlendern.

Neben dem Monterey Bay Aquarium laden Lovers Point, wo wir live einem Hochzeitsantrag, so richtig mit Ring zücken und Kniefall, beiwohnen durften, Point Pinos mit seinem kleinen Leuchtturm, Point Lobos State Natural Reserve und der Strand von Carmel zum Verweilen ein. Die schönste Strecke ist der 17 Mile Drive, den man gegen eine Gebühr mit dem PkW abfahren kann.

Wer in einem historischen Gebäude, mit toller Aussicht, Essen möchte, dem sei das Mission Ranch Restaurant empfohlen, für das man in jedem Fall vorher reservieren sollte.

Muir Woods Nationalpark

Ist man in der San Francisco Bay Area unterwegs, sollte man unbedingt einen Abstecher in den Muir Woods Nationalpark machen. Dieser ist auch mit regelmäßigen Shuttles aus der Stadt zu erreichen. Mit dem eigenen PkW schraubt man sich vom Highway 101 kommend zuerst vom Küstenniveau bis auf ein Hochplateau, wo man den Panorama Highway erreicht. Von dort eröffnet sich ein wunderschöner Blick Richtung San Francisco. Dann geht es in wilden Serpentinen wieder ins Tal hinunter zum Visitor Center, was durchaus fahrerisches Können verlangt. Vor allem weil in der Gegend zahlreiche Luxusfahrzeuge wie Maserati oder Tesla anzutreffen sind, die entsprechend motorisiert unterwegs sind.

Der Nationalpark selbst ist zum Teil hervorragend mit Kinderwagen oder Rollstuhl abzulaufen und kostet 10.- $ Eintritt pro Erwachsenem.

Sausalito

Wer dem Trubel der Großstadt San Francisco entfliehen möchte, diese dabei aber nicht aus den Augen verlieren will, der fährt über die Golden Gate Bridge nach Sausalito. Von der dortigen Uferpromenade gibt es herrlichen Ausblick auf Alcatratz und Fishermans Wharf. Wir haben nach einem Besuch der Muir Woods dort zu Mittag gegessen und den Jachthafen erkundet.

Insider Tipp: Am Fuß der Golden Gate Bridge lohnt sich eine Fahrt an den Moore Road Pier, wo man wunderschöne Fotos in Richtung San Francisco schießen kann.

San Francisco

Unseren letzten vollen Tag haben wir in San Francisco verbracht. Sehr entspannt sind wir mit der San Francisco Bay Ferry in einer guten Stunde von Vallejo zum Ferry Building und dann weiter zu Pier 41 gefahren. Die Tickets für zwei Erwachsene haben uns 55.- Dollar gekostet. Rückfahrt inklusive. Nimmt man nicht gleich die ersten Fahrten ist es nicht mehr so voll, weil die Berufspendler bereits in der Stadt sind. In Vallejo stehen ausreichend Parkplätze in einem Parkhaus zur Verfügung.

Da ich mich hier kurzhalten will, hier nur unsere Hotspots in San Francisco: Nach der Landung am Pier 41 ging es erstmal an den berühmten Pier 39 gegenüber, wo man die Seelöwen und -elefanten beobachten kann. Von dort kann man Fishermans Wharf zu Fuß sehr schnell erreichen. Nur zwei, drei Blocks weiter, Richtung Stadtmitte ist ein Cable Car Wendepunkt (Powell/Mason Cable Car Turnaround), wo mit Hand die Strassenbahnen gewendet werden. Unsere Touriroute ging dann zur Lombard Street, über Russian und Nob Hill bis zur Grace Cathedral, wo wir erstmal eine längere Pause einlegten. Schnellen Schrittes ging es dann bergab in Richtung Downtown, bis wir auf Höhe des Apple Stores den Union Square erreicht haben.

Nach ein bisschen Shopping entlang der Market Street, bogen wir die Kearny ab, um Chinatown zu durchqueren, dabei den Financial District immer rechts von uns. Am späten Nachmittag erreichten wir den Sue Bierman Park, das Ferry Building bereits in Sichtweite.

Da Papa die ganze Strecke das Baby mit dem Kinderwagen geschoben hatte, entschieden wir uns nach 7 Stunden Städteerkundung zur Rückfahrt mit der Fähre.

Fazit: In San Francisco gäbe es noch viel zu erkunden, die Stadt ist sicher noch einen weiteren Besuch wert.

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