Aufgrund der Erfahrung von 20 privaten und geschäftlichen Umzügen habe ich diesen 20 Punkte Plan zusammen gestellt. Er soll dir für einen nahtlosen Telekom Neuanschluss helfen.

Reibungslos hätte ich gerne geschrieben – doch ich will dir keine Utopie nennen, sondern mich an der nackten Realität orientieren. Ob du diesen Plan als Ironie oder traurige Wahrheit betrachten willst liegt ganz in deinem eigenen Ermessen. Wenn du andere Erfahrungen gemacht hast, kannst du gerne am Ende einen entsprechenden Kommentar hinterlassen.

  1. Bleibe lebenslang im gleichen Haus oder der gleichen Wohnung wohnen, dann wirst du nie einen Telekom Neuanschluss benötigen.
  2. Ziehe nur in bestehende Wohnräume um, dann kannst du dich zumindest bei den Vormietern oder -besitzern erkundigen ob und welche Leitung vorhanden ist. Einen Leitungsschaden und die Koordination der Leitungsverlegung kannst du dir in diesem Fall ersparen.
  3. Finde jemanden der Nerven wie Drahtseil und unendlich viel Zeit hat. Vielleicht hast du ja einen Rentner in der Familie der sich bereit erklärt den ganzen Prozess für dich zu übernehmen.
  4. Baue dir im Vorfeld eine Social Media Community auf, die du im Bedarfsfall mobilisieren kannst. Wir kommen nachher noch drauf, wie du diese sinnvoll einsetzen kannst.
  5. Suche dir für die baulichen Maßnahmen einen Bauleiter, der sich um die Abwicklung und Organisation der Versorgeranschlüsse kümmert. Neben Telekom Kabel gilt es ja auch noch den Kanalanschluss, Strom und eventuell Fernwärme, etc. an das Haus anzuschließen.
  6. Schließe eine Rechtsschutzversicherung ab oder noch besser heirate in eine Anwaltsfamilie ein, die dich im Streitfall vertreten kann.
  7. Die Wahl eines anderen Telekomanbieters hilft dir nicht weiter. A) ist dem Autor keiner bekannt, der eine bessere Abwicklung garantieren würde. B) wird bei einem Neuanschluss immer die Telekom gebraucht, da diese für die Leitungsverlegung zuständig ist. (Ob es hier Ausnahmen bei städtischen Netzen, bzw. Netzbetreibern gibt, ist mir aktuell nicht bekannt)
  8. Plane deinen Umzug so, dass dieser mit deinem Telekom Vertragende zusammen fällt. Dann hättest du zumindest die theoretische Möglichkeit den Neuanschluss bei einem anderen Anbieter frühzeitig zu beantragen.
  9. Schreibe dir von allen Mitarbeitern, mit denen du Kontakt hast, den Namen auf. Frage sie von welcher Telekom Niederlassung sie anrufen. Notiere dir Zeit und Datum des Gesprächs. Am Besten wäre es du schneidest das Gespräch mit (ob dies rechtlich zulässig ist, müsste noch in Erfahrung gebracht werden). Die Telekom hat uns mehrfach mitgeteilt, dass sie bestimmte Vereinbarungen nicht schriftlich bestätigen kann. Aber du musst diese nachweisen können, damit du dich später darauf berufen kannst.
  10. In der Regel beauftragt die Telekom einen Sub-Unternehmer zur Leitungsverlegung. Lass dir bestätigen, dass dieser die Fertigstellung der Leitung an das zuständige Bauherrenteam gemeldet hat.
  11. Gibt es Probleme bei der Leitungsverlegung, bzw. wird ein Leitungsschaden festgestellt, dann setze dich aktiv mit dem zuständigen Bauherrenteam in Verbindung. Du kannst dich zu keinem Zeitpunkt darauf verlassen, dass etwas von selbst oder automatisch erledigt wird.
  12. Solltest du mehr als 2 Wochen keine Rückmeldung bekommen dann frage solange nach, bis man dir eine Bestätigung über den korrekten Verlauf zukommen lässt.
  13. Am Anschlusstag: Wenn du die Benachrichtigung bekommst, dass der Anschluss zwischen 08.00 und 16.00 frei geschaltet wird, dann sei von 0.00 bis 24.00 Uhr an Ort und Stelle verfügbar. Ich musste bereits erleben, dass pünktlich um 08.00 nicht ausreichend ist. Nur so viel: Ein neuer Termin ist erst wieder in 2-3 Wochen möglich.
  14. Die zuständigen Mitarbeiter können nicht von dir angerufen werden. Die Person, die unseren Umzug betreut, ist nur über einen Rückrufservice erreichbar. Folglich erinnere ich an Punkt 3 – finde eine Person die immer erreichbar ist.
  15. Die Telekom wird immer nur die Person anrufen, die Vertragsinhaber ist. Am Besten gibst du eine Prepaid Handynummer an, damit du das Handy an einen Dritten weitergeben kannst, der sich für dich um diese Angelegenheit kümmert.
  16. Das Social Media Team von Telekom hilft arbeitet kanalbezogen. Es ist völlig zwecklos auf Facebook und Twitter parallel eine Kontaktaufnahme zu versuchen.
  17. Du musst dir bewusst sein, dass deine Social Media Kontaktaufnahmen und Anrufe aber im Innendienst zusammen geführt und notiert werden. Meine Frau musste sich Beschwerden anhören, warum wir uns öffentlich, bei Twitter, nach dem Sachstand unserer Bearbeitung erkundigen und beschweren.
  18. Telekom-hilft NICHT. Persönlich haben wir keinen Fall erlebt, wo die Mitarbeiter von Telekom-hilft auf Facebook oder Twitter tatsächlich geholfen hätten. Im besten Fall geben sie dein Anliegen weiter.Beachte hierzu Punkt 17, 15 und 14.
  19. Kommen wir zurück auf Punkt 4. Social Media Community. Du wirst nichts erreichen, wenn du alleine ein paar Posts auf Facebook oder Twitter absetzt. Erst ein massiver Social Impact dringt bis zum Innendienst (Punkt 17) so stark vor, dass du mit einer Handlungsreaktion rechnen kannst.
Empfohlene Vorgehensweise: Gib deiner Community im Vorfeld Bescheid, bzw. informiere sie, wenn du etwas auf Twitter und Facebook postet. Sie sollen dies dann durch entsprechende Likes und Kommentare unterstützen und den Effekt somit verstärken. Bitte versteh dies nicht als Aufruf zu einem Social Media Hate. Ich habe auch nichts gegen einzelne Mitarbeiter der Telekom. Aber ganz offensichtlich ist hier ein System vorhanden, das den einzelnen Kunden seiner absoluten Hilflosigkeit überlässt. Nur indem der Kunde seine Macht und seinen Willen demonstriert kann es scheinbar gelingen hier zum gewünschten Erfolg zu kommen.
Wir reden ja von einer so lapidaren Angelegenheit einen Telekom Anschluss pünktlich am Tag X bereit zu stellen.
  20. Rechne nicht damit, dass dir freiwillig und von Unternehmensseite eine Kompensation für den nicht vorhandenen Anschluss angeboten wird. Es ist an dir darauf zu bestehen, dass du im Fall einer Verzögerung oder eines Schadens
a) keine Anschlussgebühr bezahlen musst
b) die Grundgebühr nicht bezahlen musst
c) einen Datenstick oder eine entsprechende SIM Karte zur Verfügung gestellt bekommst
Zwar bin ich kein Jurist, aber der Meinung, dass man dich so stellen sollte, als wäre der Anschluss korrekt erfolgt.

Wie bereits in der Einleitung angemerkt freue ich mich über eure Kommentare. Muss die Liste noch ergänzt werden? Habt ihr noch praktikable Ratschläge?

Unser persönliche Telekom Leidensgeschichte kannst du hier nachlesen. Leider ist es uns mit dem Flüssiggaslieferanten nicht besser ergangen, womit wir wieder bei Punkt 1 wären…

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